Sonja Steger

Schennaerstraße 59
I - 39017 Schenna (BZ)

Handy 0039 333 2 687 100 

sonja@sonjasteger.com
www.sonjasteger.com


Foto: Laura Zindaco
Foto: Laura Zindaco


Autorin, Publizistin und Kulturarbeiterin

lebt und arbeitet in Schenna, Meran und Mals.

Journalistisch tätig für Südtiroler Wochen- und Tageszeitungen.

Mitarbeiterin und Mitbegründerin der Meraner Kulturzeitschrift „vissidarte“- vissidarte FB.

Organisation und Teilnahme an Lesungen und kulturellen Veranstaltungen.

Vorstandsmitglied des Kultur- und Kommunikationszentrums "ost west club est ovest"

Mitglied der Südtiroler Autorenvereinigung (SAV) 

und des Südtiroler Künstlerbundes (SKB)

Botschafterin der künstlerischen Denkwerkstatt Freistaat Burgstein (A)

Obfrau von Pro Vita Alpina - Österreich



Schreibarbeit (eine Auswahl)

2004:    worte schmieden aus stein, Gedichte, 

            mit Zeichnungen von Sabine Auer, Verlag: edition innsalz.

2006:    2. Preis für Lyrik beim literarischen Wettbewerb für Hochschülerinnen

            und Gleichaltrige, ausgeschrieben vom Kreis Südtiroler AutorInnen im SKB,

            Distelvereinigung und Dokumentationsstelle für neuere Südtiroler Literatur.

2007:    Artist in Residence - Gastkünstlerin im Atelier der Stadt Salzburg.

2008:    Flüssiges Feuer - Fuoco fluenteArunda 75

2009:    keine details, Gedichte, Verlag: skarabaeus

2012:    Kaufmannsgeschichten - Südtiroler Handel im Wandel der Zeit

            Storie di commercianti - I negozi in Alto Adige attraverso le generazioni

            Projektleitung und Idee, Fotografien: Paola Marcello

            Texte: Sonja Steger. Verlag A. Weger

2013:    Hannah und der Tatzelwurm. La storia di Anna e di Tazelo, il verme

            Text: Sonja Steger, Illustrazioni: Laura Zindaco, Traduzione: Toni Colleselli

            Hintergründe: Johannes Ortner, Lektorat: Haimo Perkmann,

            mit einem Vorwort von: Hans Haid   

2013:    Harry Reich. Meran/o Face to Face 

            Herausgeber: Toni Colleselli & Sonja Steger

            edizioni Alpha Beta Verlag / Träger: ost west club est ovest

2014:    Karl Heinz Stipendium von Noseland 

2014:    Gigi Bortoli. Meran/o My Generation

            Herausgeber: Toni Colleselli & Sonja Steger

            edizioni Alpha Beta Verlag / Träger: ost west club est ovest

2015:    Franco Marini. So ein Theater. Meran/o. Che spettacolo

            Herausgeber: Toni Colleselli & Sonja Steger

            edizioni Alpha Beta Verlag / Träger: ost west club est ovest

2015:    Gartenkalender. Il calendario dei giardini

            erschienen anlässlich 50 Jahre Südtiroler Gärtnervereinigung (Hrg.)

            Idee und Texte: Sonja Steger


Beiträge in

2009:    Rendez-vous con le arti / mit den Künsten - Meran/o 1957-1961

            "traumhaft gefährlich, traumhaft irre!", ein Gespräch mit Hansgeorg Hölzl

2009:    Tirolerland wie bist du...? Tirolo come sei...?

2009:    Heldinnen des Alltags / Protagoniste della vita quotidiana

            Herausgeber: Frauenmuseum Meran

2009:    Beitrag zum Kunstprojekt ...grumus merdae, von Karin Welponer / Peter Sauerer 

            GefängnisLe carceri – Kaltern

2010:    Katalog von Bi - contemporary art festival - Werkbank Lana 

2011:    Rezepte.ricette, Tage der Nachhaltigkeit, meraner gruppe

2011:    Eric Gallmetzer, Text im Ausstellungskatalog: das Aufgebot/La risposta della natura

2011:    Staumauer im Kopf, arunda 80, "amorphe satzstrudel aus lecken wortschleusen"

2013:    39NULL - Magazin für Gesellschaft und Kultur, Auf der Suche nach den Orten der Einhauchung

ab 2013 venusta, Schenna Magazine, Merano Magazine



Kulturarbeit

2004:    [un]defined art festival - Pulverturm Meran

2005:    Projekt Parkbank / Meran

2005:    [un]defined free art for emergency festival

2006:    vissidarte “Per Anhalter durch die Galerie” –

            Kunst- und Performance Festival

2006:    base camp 2 – modular-t

            bei kunst Meran im Haus der Sparkasse

2008:    [un]defined - temporary automous zone

            Francesco Rossi Kaserne - Meran

2009:    [un]defined09 - merano arts festival

            Francesco Rossi Kaserne - Meran 

2010:    [un]defined10 - merano arts festival

            Francesco Rossi Kaserne - Meran

2010:    Von Atelier zu Atelier - Parcours in Obermais

2011:    ArtBank - literarische und künstlerische Parkbänke in Schenna

2011:    Sprachspiele - Linguaggi in gioco / Literatur, Musik und neue Medien

2011:    Von Atelier zu Atelier - Parcours in Obermais

2012:    kunSt_off - galleries night - im Rahmen der kunStart 12

            biennial art fair for emerging contemporary art

2012:    Von Atelier zu Atelier

2012:    kultur.herbst.meran / autunno.culturale.meranese

2012:    Sprachspiele - Linguaggi in gioco

2013:    Assistenz Sichtung/Katalogisierung der Dr. Joseph Maurer Bibliothek/Algund

2013:    Von Atelier zu Atelier / Di atelier in atelier - 9. Tag der Zeitgenössischen Kunst 

2013:    Sprachspiele - Linguaggi in gioco - siehe Blog von Bruno Schlatter: www.sprachspielelinguaggiingioco.blogspot.ch

2013:    Teilnahme an der 1. Internationalen Straßentafelausstellung in Noseland. Katalog 

2014:    Algunder Maurer Buch - gib&nimm Bücheregale - literarisch-künstlerische Installation von Alissa Maurer

2014:    photonights Meran/o

2015:    photonights Meran/o

2015:    Sprachspiele - Linguaggi in gioco




 

keine details

    Verlag: skarabaeus

 

 

    vierzig quadratmeter schweigen

    im vorzimmer der morgenstunden

    hadern mit erwachen und traum

 

    dreh dir einen strick aus stille

    und häng dein wort daran

 

 


worte schmieden aus stein 

     Verlag: edition innsalz


     soll ich die jacke zerschneiden

     soll ich das gesicht aufsetzen

     oder soll ich niemand bleiben

     jedenfalls

     alle die sich mir in den weg stellen

     lächle ich nieder

 

 

 



 

Di fremme bin i

Stadtprojekt - april2005

  

Der bär hat staub angesetzt wie die alten ichs.

Ein monster aus plüsch als überbleibsel vergangener zeiten. mitgenommen und von motten zerfressen, 

aber noch lange nicht tot. Ein geschenk von den fremmen als das kind über das eigene fremdsein keine 

überlegungen anstellte, sondern einfach darunter litt. Im goldenen käfig hotelburg wollte der vogel einfach 

nicht singen. Und von einem dadraußen war nur ein sehnen da nach etwas was man nicht kennt.

 

Die fremmen kamen und gingen und ihre kinder, die fremmen-kinder, mit ihnen. Diese freundschaften mit 

verfallsdatum, diese annäherungen bis zum tag der abreise, waren die schule des abschied-nehmens 

und des sich-auf-nichts-zu-sehr-einlassens. Eine schachtel voll vergilbter briefe und ein berg aus plüsch 

und die erinnerung an die fremmen-kinder als unförmige masse aus der keiner, kein einziger, herausragt. 

Das ist geblieben, sonst nichts.

 

Die tonnen süßwaren haben die jahre überlebt in form von ablagerungen im körper. Die 

milka-kuh-schokolade eingewickelt in staniol und lila papier und die nimm zwei und die duplo, mars und 

raider. Vielleicht waren sie die steinplatten auf dem weg in die bulimie. Oder lag es daran, dass der beste 

freund zwar sehr viel und stundenlang redete aber niemals mit einem sprach. Der flimmerkasten als 

wirklichkeits- und beziehungsersatz nahm den ersten platz der welterfahrungs-möglichkeiten ein.

 

Das wahre fremdsein begann in der schule. De daitsche. Das war ich. Die zueg’roaste. Auch. Diese 

welt war dann wohl auch nichts zum nicht-fremdsein. Immerhin konnte man einen riesigen, sperrigen 

braunbären im tirolerkostüm umarmen. Immerhin hatte man alles im überfluss. Immerhin hatte man so 

viele freunde wie sonst niemand, auch wenn sie nie da waren, oder gerade abgereist. In dieser 

atmosphäre des zwanghaften immer-gut-gelaunt-seins  konnte man dem bären auch einen strick um 

den hals schlingen und ihn um die ecke bringen. Wie man sieht hat er alle anschläge auf sein leben 

fast unversehrt überstanden und der mensch der dieses kind gewesen ist auch. Geblieben ist ein 

unbehagen gegenüber der welt und das wissen dass man sich selbst ein fremmer bleibt, 

so viele fremme auch an einem vorüber ziehen.